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Ernährung

Wie für alle Organe ist auch für das Gehirn und seine Leistungsfähigkeit eine ausreichende, gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Werden dem Körper zu wenig Nährstoffe zugeführt, kann auch die Gedächtnis- und Denkfähigkeit darunter leiden. Bei Demenzerkrankten müssen jedoch noch andere Aspekte beachtet werden:

Eine Demenzerkrankung kann dazu führen, dass die Steuerung des Durst- und Hungergefühls nicht mehr "normal" funktioniert und die Erkrankten ein verringertes Bedürfnis zeigen, zu essen oder zu trinken. Daher müssen Angehörige, Pflegende und Ärzte und Ärztinnen stets besonders auf einen Gewichtsverlust des/der Erkrankten achten. Diesem Gewichtsverlusst muss dann gegebenenfalls durch hochkalorische Nahrungsmittel entgegengewirkt werden. Außerdem sollte das Essverhalten durch regelmäßige Essenszeiten, gutes Zureden und "Rituale" wie gemeinsames Kochen oder Tischdecken unterstützt werden.

Sondenernährung

Zur Ernährung von Demenzpatienten und -patientinnen mittels Sondenernährung (PEG = perkutane endoskopische Gastrostomie) gibt es zwiegespaltene Meinungen. Eine Lebensverlängerung, eine Reduktion von Komplikationen oder eine Besserung der Lebensqualität durch Sondenernährung sind bei Demenz im Endstadium nicht belegt.

In bestimmten Situationen ist ein positiver Effekt der Sondenernährung bei Demenz allerdings möglich, z.B. wenn andere Arten der Nahrungsunterstützung erfolglos waren (beispielsweise wegen Schluckstörungen) und der allgemeine Gesundheitszustand der erkrankten Person noch gut ist (frühes Krankheitsstadium).

Aktualisiert am 04.10.2012 17:33:20